Ambulanz für Pulmonale Hypertonie (Lungenhochdruck)

Medizinische Versorgung von Patienten mit einer pulmonalen Hypertonie (Lungenhochdruck)

In der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie bieten wir Ihnen die Vorstellung in einer speziellen Ambulanz für pulmonale Hypertonie an. Hier kooperieren alle für die Abklärung und Therapie der pulmonalen Hypertonie nötigen Fachdisziplinen.

Was ist pulmonale Hypertonie?

Die Pulmonale Hypertonie (PH) ist primär eine Erkrankung der Blutgefäße der Lunge und der rechten Herzhöhlen. Im Rahmen dieser Erkrankung ist aus verschiedenen Gründen der normale Blutfluss durch die Lungenarterien gestört, so dass es zu einer Druckerhöhung in den Lungenarterien kommt. Dies führt zu einer abnormen Belastung der rechten Herzhöhlen. Aufgrund des eingeschränkten Blutflusses durch die Lunge kommt es zum Rückstau des Blutes vor dem rechten Herzen und zu einer Unterversorgung des Körpers mit sauerstoffreichem Blut. Durch den Rückstau vor den rechten Herzhöhlen kann es zu Wasseransammlungen in den Beinen (Ödeme) oder im Bauch (Aszites)- oder Brustraum (Pleuraerguß) kommen. Es droht dann ein Rechtsherzversagen.

Was sind die Symptome der pulmonalen Hypertonie (Lungenhochdruck)?

Die Symptome der pulmonalen Hypertonie können in ihrer Ausprägung sehr variabel sein. Das Hauptsymptom der Erkrankung ist eine Belastungsluftnot, welche im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf auch in Ruhe auftritt. Weitere Symptome sind eine eingeschränkte Belastbarkeit, körperliche Schwäche, Wassereinlagerungen (Ödeme), Ohnmachtsanfälle (Synkopen), Blaufärbung der Haut (Lippen/Finger) (Zyanose), ein thorakales Engegefühl/Brennen (Pektangina) und eine Schädigung weiterer Organe wie Leber und Niere (Kardiorenales Syndrom).

Was sind Ursachen der pulmonalen Hypertonie (Lungenhochdruck)?

  • Idiopathisch bzw. angeboren

  • Medikamentös/toxisch bedingt

  • Bindegewebserkrankungen (z.B.: Sklerodermie, CREST, Lupus erythematodes)

  • Lebererkrankungen (portopulmonale Hypertonie)

  • Hämatologische Erkrankungen (z.B. Sichelzellanämie)

  • HIV, Bilharziose oder andere infektiöse Erkrankungen

  • Linksherzerkrankungen (Herzklappendefekte, koronare Herzerkrankung, systolische und diastolische Herzinsuffizienz)

  • Lungenerkrankungen (z.B. COPD, Lungenfibrose, Lymphangioleiomyomatose, pulmonale Histiozytose X,)

  • Schlafbezogene Erkrankungen (Schlafapnoe, Hypoventilationssyndrome)

  • Im Rahmen von wiederkehrenden Lungenembolien, Chronisch thrombembolische pulmonale Hypertonie (CTEPH)

  • Angeborene kindliche Herzerkrankungen

  • Eine Vielzahl weitere seltener Erkrankungen wie z.B: Neurofibromatose, tuberöse Hirnsklerose, Moya-Moya-Syndrom

  • Systemische und transpulmonale Shunts wie bei M. Osler, neuroendokrine Tumoren oder Gefäßmissbildungen anderer Genese

Welche Behandlungsmöglichkeiten der pulmonalen Hypertonie gibt es?

Die Behandlungsoptionen der pulmonalen Hypertonie sind so vielseitig wie die Ursachen. Zunächst ist die genaue Diagnose der zugrundeliegenden Erkrankung von großer Wichtigkeit. Hierfür sind verschiedene Untersuchungen notwendig: Hier durchlaufen unsere Patienten ein aufwendiges diagnostisches Programm, welches nach Sichtung der bereits vorliegenden Befunden in der ersten Vorstellung in unserer Spezialsprechstunde individuell auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt wird. Neben der Behandlung der Grunderkrankung stehen verschiedene spezifische Medikamente, apparative Verfahren und in seltenen Fällen auch operative Maßnahmen zur Verfügung.

Echokardiographie bei pulmonaler Hypertonie

Wie bekomme ich Kontakt zu Selbsthilfegruppen ?

Wie bei anderen schweren und auch seltenen Erkrankungen ist es häufig sehr wichtig für die Patienten sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Die verschiedenen Selbsthilfegruppen bestehen bereits seit vielen Jahren und bieten den Patienten ein erfahrenes Forum:

DE http://www.phev.de/ (Deutschland)

CH http://www.lungenhochdruck.ch/ (Schweiz)

AT http://www.lungenhochdruck.at/ (Österreich)

Wie kann ich an PH-Studien teilnehmen ?

Die PAH-Sprechstunde/Ambulanz nimmt an verschiedenen klinischen und wissenschaftlichen PH-Studien teil. Somit kann in speziellen Fällen eine Studienteilnahme evaluiert werden.

Wie bekomme ich einen Termin in der PH-Spezialsprechstunde ?

Der Schwerpunkt unserer Aufmerksamkeit sind Patienten mit begründetem Verdacht auf eine Pulmonale Hypertonie. Sollte ihr Hausarzt oder Facharzt (z. B. Internist, Pneumologe, Kardiologe oder Rheumatologe) den Verdacht auf einen Lungenhochdruck äußern und/oder ein Herzultraschall Hinweise auf eine Pulmonale Hypertonie ergeben haben, freuen wir uns Sie kennenzulernen und weitere Diagnostik einzuleiten.

Bitte zum vereinbarten Termin mitbringen:

    • Überweisung vom Lungenarzt (Pneumologe) oder Herzarzt (Kardiologe)
    • Versichertenkarte
    • Medikamentenplan
    • Bei Erstvorstellung: alle Vorbefunde (Arztbriefe, Laborwerte, Röntgenbilder)

  • Kontakt

    Ambulanz für Pulmonale Hypertonie

    Med. Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie
    Charité-Universitätsmedizin Berlin

    Charité Campus Mitte
    Medizinische Poliklinik
    Luisenstrasse 13, Eingang über "Café Frau Schneider", dann links
    10117 Berlin

    Oberarzt: Dr. Daniel Grund

    Anmeldung:
    Telefon: (030) 450 550 112
    Telefax: (030) 450 550 912
    E-Mail: pulmonale-hypertonie@charite.de

    Charité Campus Benjamin Franklin
    Pneumologische Ambulanz
    Hindenburgdamm 30,
    12200 Berlin
    Fahrstuhl:21/22, 3. Ebene Eingang via Erste Hilfe (oder Eingang Nord)

    Anmeldung:
    Telefon: (030) 450 513 717
    Telefax: (030) 450 513 996
    E-Mail: pulmonale-hypertonie@charite.de

    Zum herunterladen und audrucken:

    Wegweiser Ambulanz am Campus Benjamin Franklin: Ambulanzinformation als PDF

    Wegweiser Ambulanz am Campus Mitte:
    Ambulanzinformation als PDF

    Lageplan Eingang gegenüber Gebäude Nr. 18
  • Sprechstunden nur nach Vereinbarung

      Charité Campus Mitte
    • Donnerstag
      09.00 - 15.00
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