Behandlungszentrum Hochkontagiöse Erkrankungen

Die Sonderisolierstation der Charité dient zur Isolierung und Behandlung von Patienten mit hochansteckenden Infektionserkrankungen. Sie ist seit 1978 die größte und nach umfassender Modernisierung in den Jahren 2007-2010 wieder eine der modernsten Einrichtungen dieser Art in Deutschland.

Im Isolationsfall wird das Gelände weiträumig abgesperrt. Die Versorgung erfolgt über spezielle zentrale Schleusenbereiche. Das geschulte Personal trägt eine spezielle Schutzausrüstung und betritt die Station über Schleusen. Den Isolierbereich kann man nur nach Desinfektion wieder verlassen mit anschließendem Ablegen der Schutzausrüstung. Alle Patientenzimmer sind mit aufwändigen Anlagen ausgestattet, die die Krankheitserreger abtöten und das Entweichen über die Luft, über Abfälle oder Abwässer verhindern.

Die Berliner Sonderisolierstation gehört zum Verbund des STAKOB („Ständiger Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für hochkontagiöse und lebensbedrohliche Erkrankungen“).

Dieser 2003 gegründete Verbund aus Kompetenz- und Behandlungszentren hat sich in der Versorgung z. B. von Ebola- oder Lassa-Fieberfällen etabliert und bewährt. Darüber hinaus findet eine internationale Vernetzung statt.